Fresskorbwichteln

Vor Weihnachten konnte ich einige meiner Ideen ausleben, indem ich für meine Freunde und Familie kleine Leckereien hergestellt habe: Kräutersalz, gebrannte Mandeln, Liköre, etc.
Weihnachten ist aber vorbei, aber in mir sprudeln die Ideen weiter 🙂 Daher dachte ich mir: Warum diese Ideen nicht ausleben und Andere daran teilhaben lassen? Daraus ist die nächste verrückte Idee entstanden: Fresskorbwichteln.

Das Ganze hab ich mir so gedacht: Ich suche nach einigen anderen Kochverrückten (auf der Arbeit gibts da viiiiele), und jeder macht für jeden der Anderen eine Kleinigkeit. Die „Ausschreibung“ ging also raus:

Die Sachen sollten min. 1 Woche haltbar sein (nicht dass jemand beim
Tauschtermin krank/im Urlaub ist und nur verdorbene Lebensmittel bekommt).

Egal ob Trockenes*, Nasses**, Eingemachtes***, Eingelegtes****
oder sonstigen Leckereien, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Ideen findet man z.B. hier:
http://www.chefkoch.de/rs/s0o8t150/Haltbarmachen-Rezepte.html
Verpackungsmaterial z.B. hier: http://glaeserundflaschen.de

Am 29.2. bekommt dann jeder von allen Anderen ein Päckchen und
hat somit einen eigenen „Fresskorb“.

* Salz, Zucker, Pulver aller Art (für Salat, Kaffee, Pesto, Brühe…), etc.
** Essig, Öl, Likör, Sirup, Saft, etc.
*** Marmeladen, Chutneys, Wurst, Soßen, Obst, etc.
**** Käse, Gemüse, Obst, Eier, etc.

Meine Erwartungen wurden total übertroffen, da 8 Kollegen mitmachen wollten. Puh, na dann mal rein in die Küche! Meine Wahl fiel auf ein trockenes rotes Pesto, das ich auf chefkoch.de gefunden habe, und das ich schon lange mal testen wollte. Dank Dörrapparat war es ja kein Problem, Knoblauch und Tomaten zu trocknen. Das größere Problem war, reife Tomaten im Winter zu bekommen!

Dieses Wochenende hatte ich nun alles zusammen und habe gedörrt wie eine Verrückte! Aus knapp 2,5kg Tomaten sind gerade mal gut 150g getrocknete Tomaten übrig geblieben! Das kam mir mengenmäßig dann doch etwas wenig vor, also wieder los zum Supermarkt und nochmal 2,5kg Tomaten gekauft.

pesto

Als alles trocken war, konnte es losgehen mit dem Zerkleinern. Nach und nach habe ich alle Zutaten kleingehäckselt und vermischt: Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, Mandeln, Meersalz, schwarzer Pfeffer, Oregano, Thymian, Basilikum, Rosmarin, Majoran, Chili, Paprika edelsüß. Acht Gläser standen schon bereit und mein Trockenpesto konnte gleich abgefüllt werden.

verpackung

Dann ging es also nur noch ums hübsch verpacken… Lange hab ich mir überlegt, was ich hier machen könnte, und letztendlich kam die Idee dann von alleine: Als ich Ananas, Mango, Kiwi und Birnen getrocknet habe, dachte ich mir, dass ein kleines Tütchen Trockenobst bestimmt hübsch zum Pesto aussehen könnte. Am liebsten hätte ich dann die Ananas und Mango selber gegessen, so lecker war das! Hab zum Glück jeweils ein Glas Trockenobst hergestellt!

Dann also noch schnell ein Körbchen gebastelt, Pesto und Obst verpackt und hineingestellt. Voilà, fertig 😀

fresskorbwichteln

Als nächstes zeige ich Euch dann, was ich im Gegenzug von meinen Kollegen bekommen habe. Bin selber schon ganz gespannt, was sie ale gezaubert haben!

Nachtisch ohne Milch?

schoko-birnen-pudding

Freunde zum Abendessen eingeladen… da wollte ich gerne nen Nachtisch machen. Aber ohne Milch?? Viel ist mir dazu nicht gerade eingefallen, bis die rettende Idee kam: Ich kann ja auch laktosefreie Milch kaufen!
So kam es zu diesem Schokopudding mit Birnenkompott. Dazu zuerst einen halben Liter Pudding kochen. Eine große Birne in Würfel schneiden und mit etwas Zitronensaft und Zucker aufkochen. Den Pudding in kleine Gläschen geben und das Kompott darauf verteilen. Voilà!

Muffins für den Wintersport

marmormuffins

Es ist kalt. Richtig kalt! Da friert in München der Nymphenburger Kanal zu und man kann darauf Eisstockschießen spielen. Nicht dass das einer von uns richtig könnte (hab es selber nur 2009 einmal gespielt) , aber wir versuchen uns trotzdem daran 🙂 Um die Geselligkeit ein bisschen zu fördern, habe ich uns eine Portion Muffins gebacken – Marmormuffins mit Birne. Das Rezept für einen solchen Kuchen hatte ich vor Kurzem in einem Kochbuch gefunden und kurzerhand leicht abgewandelt als Muffins gebacken. Ich hatte zwar nicht mehr genug Margarine, aber ein Ei mehr hat es zum Glück auch ausgleichen können. Wie ich es dann gebacken habe:

150g Margarine
150g Zucker
5 Eier
400g Mehl
1/2 P. Backpulver
2 EL Birnenschnaps
Butter für die Form
25g Kakaopulver
25g Schokoraspel (die mussten weg)
2-3 EL Milch
3 kl. Birnen

Margarine und 100g Zucker schaumig rühren, Eier hinzufügen. Mehl mit Backpulver mischen, mit der Zuckermasse verrühren und den Birnenschnaps dazugeben. Muffinformen fetten und ca. 2/3 des Teiges einfüllen. Rest des Teiges mit Kakao, restlichem Zucker, Schokoraspeln und Milch verrühren und in die Muffinformen geben. Evtl. leicht marmorieren (OK, hab ich vergessen; Es war schon spät…). Birnen schälen, vierteln und auf jeden Muffin ein Viertel legen.
Bei 170° (Ober- und Unterhitze) etwa 50 Minuten backen (immer mal wieder nachschauen!)

Beim Eisstockschießen sind diese Muffins sehr gut angekommen und wurden zusammen mit Kuchen und Blätterteigstangen mit Dipp schnell vor dem Erfrieren gerettet 🙂 Dabei halfen natürlich auch die Thermoskannen voller Tee, Glühwein, Grog etc. Jetzt hoffen wir mal, dass es noch eine Weile so kalt bleibt und wir für eine zweite Runde aufs Eis gehen können…