Frühlingswichteln – mein Beitrag

So, nach einer Terminverschiebung und einem Absprung von 4 Personen (erst nachdem ich alle 11 Portionen fertig hatte, ist ja klar) ist es morgen endlich soweit: Wir wichteln zum 2. Mal. Bei mir gibt es wieder gewohnt Deftiges: Holunderblütenessig und Wildkräutersalz.

Holunderblütenessig

Für den Essig habe ich bei Gläser und Flaschen 250ml-Flaschen bestellt, incl. Ausgießer. In jede Flasche kamen ca. 4 große Holunderblüten, die ich von den dicksten Stängeln befreit hatte. Darüber habe ich in die eine Hälfte roten, in die andere Hälfte weißen Balsamico gegeben. Sieht total schön aus, wenn da ein paar Flaschen nebeneinander stehen 😀

Wildkräutersalz

Für das Salz habe ich Wildkräuter gesammelt: Löwenzahn, Bärlauch, Giersch, Spitzwegerich, Walderdbeerblätter und Brennnessel. Diese wurden im Dörrapparat getrocknet und mit ordentlich Salz püriert. Dann habe ich es in kleine Reagenzgläsern gefüllt und an die Essigflaschen gehängt.

Salz und Essig haben dann noch ein Etikett bekommen:

Etiketten

Und jetzt bin ich mal gespannt, was ich dann morgen wieder alles im Gegenzug bekomme 😀

große Portionen für große Geburtstage

Gulaschsuppe

Kommt mir grad so vor, als würd ich nur noch Crumbles backen und nichts Neues ausprobieren… Das muss sich wieder ändern! Aber jetzt hab ich mal wieder was erwähnenswertes gemacht: 30 Liter Gulaschsuppe für den 30. Geburtstag meines Schwagers. Dazu haben wir u.A. 12kg Fleisch, 4kg Zwiebeln, 10 Paprika und 9 Knollen Knoblauch schneiden müssen, bis es endlich ans portionsweise Anbraten ging. Das Ganze wurde dann noch in Rotwein ersoffen, ordentlich gewürzt und durfte eine gute Stunde vor sich hinköcheln.

Außerdem haben wir das Rezept vom Hefezopf vervierfacht und als Hefeschnecken auf 6 Blechen gebacken.

Einen Tag später war dann die große Party, wo das Gulasch auf offenem Feuer in der riesigen Gulaschkanone weiterkochen durfte. Ganz leer haben wir es nicht bekommen, dazu hatten wir zu viele Beilagen noch dazu. Aber nen Großteil haben wir schon verputzt 😀

Jetzt reichts aber erstmal mit Gulasch!!! An meinem 30. gibts dann was Anderes 😉

Gulschsuppe und deftige Schneckchen

Zimtschnecke?

Zimtschnecken

Das bekamen an diesem Wochenende ein paar Leute öfters zu hören, nämlich die elf, die mit mir aufs Schachenhaus (bei Garmisch) gewandert sind. Als kleinen Snack wollte ich ein paar Zimtschnecken backen, weil ich mir überlegt hatte, dass man die unterwegs ganz gut essen kann. Allerdings habe ich das Rezept vorher nicht mehr komplett durchgelesen (da ich es schon öfters gebacken hatte), fing an und wurde erst stutzig, als ich 1 kg Mehl dazugeben sollte. Da war mir dann klar, dass es nicht bei einer kleinen Portion bleiben würde… 6x ausrollen und 3 Backbleche später hatte ich knapp 90 Zimtschnecken gebacken… Ein Glück, dass 12 Wanderer großen Hunger haben 😉

Zimtschnecken
3 Bleche

150g Margarine
500ml Milch
1 Würfel Hefe
130g Zucker
1 Prise Salz
1kg Mehl

Füllung:
80-100g Margarine
150g Zucker
2EL Zimt
1 Ei
(Hagel-)Zucker zum Bestreuen

Margarine schmelzen und Milch dazugeben. Hefe in eine grooooße Schüssel bröseln und das Milchgemisch (das nicht über 40° haben darf, da sonst die Hefe kaputt geht) darüberschütten. Zucker, Salz und Mehl dazugeben und gut kneten. Teig in warmem Zimmer etwa eine halbe Stunde (gerne länger) gehen lassen.

Dann den Teig grob in sechs Teile teilen und jeden Teig dünn (ca. 5mm) ausrollen. Mit geschmolzener Margarine bestreichen und das Zimt-Zucker-Gemisch darüberstreuen. Teig aufrollen und 2-3cm dicke Rollen abschneiden. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und wieder ca. 30min an einem warmen Ort gehen lassen.

Dann die Schnecken mit verquirltem Ei bestreichen und mit etwas Zucker bestreuen.

Ofen auf 250° gut vorheizen (ca. 10min) und die Schnecken auf mittlerer Schiene 5-8min backen (meine haben 6min gebraucht).

Noch warm testen 😉

Saulecker, die Teile! Aber nach 2 Tagen (und 4 Tagen bei mir) Zimtschnecken futtern reichte es den meisten dann doch so langsam und ich habe den (kleinen) Rest heute mit ins Büro genommen, wo die Zimtschnecken-Flut nun ein Ende gefunden hat 😉

Zweimal rot und lecker

Tomatensosse

Habe von einer Freundin frische Kräuter (Rosmarin, Thymian, Majoran) geschenkt bekommen 🙂 Was tun damit? Habe überlegt, dass man darauf eine leckere Pizzasoße machen und diese in kleinen Gläschen einkochen kann. Gesagt, getan.

Pizzasoße
für ca. 10-15 kl. Gläser

2 Liter pürierte Tomaten (aus Dose, Tetrapak oder frische)
1-2 Handvoll Kräuter (Rosmarin, Thymian, Majoran, Basilikum)
3 gr. Zwiebeln
1 Knolle Knoblauch
2 Pepperoni
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Chili, Zucker, etwas Curry und Muskat

Alle Zutaten kalt zusammen pürieren und in viele kleine Gläschen füllen. Gläschen auf einen Rost in den Backofen stellen und bei ca. 150° so lange „backen“, bis Bläschen in den Gläsern aufsteigen. Abkühlen lassen, prüfen ob alle Gläser dicht geblieben sind und bald Pizza backen 😉

Erdbeermarmelade

Tjaaaa, beim Einkaufen der Tomatensoße (Tetrapak, die frischen sind mir noch nicht reif genug) sind mir dann auch noch Erdbeeren unter die Finger gekommen… Die mussten auch noch mit heim und dort natürlich auch gleich verarbeitet werden. In meinen Augen ist Erdbeermarmelade eine der einfachsten Sachen auf der Welt, findet Ihr nicht auch? Erdbeeren putzen, mit Gelierzucker mischen, aufkochen, pürieren und abfüllen – fertig. Für uns muss da gar nichts weiteres dran, keine Gewürze, keine anderen Obstsorten, nichts. Einfach nur Erdbeeren und Zucker 🙂 Soooooo lecker!!
Habt Ihr eigentlich die seltsam geformte Erdbeere gesehen? Finde, die hatte eindeutig weibliche Züge *g*

Wenn der Holunder blüht…

holunderblütensirup

Ohje, jetzt hab ich aber lange nicht geschrieben. Kam daher, dass das 2 weitere Brote (Peter Juniors) und 3 weitere Crumbles nicht wirklich interessant waren. Aber jetzt war ich wieder fleißig und habe einige Stunden in der Küche verbracht:

Immer wenn ich im Frühling durch München radel und durch die Parks fahre (und ich komme auf dem Weg zur Arbeit durch einige Parks!), rieche ich überall die Holunderblüten. Dann bekomme ich immer gleich Lust zu pflücken und irgendwas damit zu machen. Hab zwar noch genug Likör daheim, aber meine Sirupvorräte könnten mal wieder aufgestockt werden, v.a. da auf unserem Balkon Minze wächst und ich schon ganz doll Lust auf Hugo habe 🙂
Letztes Wochenende war es dann endlich soweit: wir waren pflücken. Und da ich so nen großen Freund habe, der die hochhängenden Äste mit den dicksten Blüten nach unten ziehen kann, waren wir auch in 10 Minuten fertig und hatten die 30 Blüten, die man für 3-4 Liter Sirup braucht.

Holunderblütensirup

2l Wasser
4kg Zucker (ja, wirklich!)
30 Holunderblüten
50g Zitronensäure (gibt’s in der Apotheke)
3 Zitronen

Die dicksten Stängel von den Holunderblüten abschneiden, evtl. kleine Fliegen/Raupen/Käfer abschütteln und in einen großen Eimer (min. 5l) geben. Wasser mit dem Zucker aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Zitronen pressen und mit komplettem Fruchtfleisch (und Kernen, wird ja später gesiebt) sowie der Zitronensäure in den Topf dazugeben. Zuckerwasser leicht abkühlen lassen (hab Angst dass mein Eimer sonst schmilzt) und dann über die Blüten schütten. Nach 3-5 Tagen möglichst gut absieben (Mullwindel wäre am besten, da bei mir immer noch winzig kleine Fliegen im Sirup sind) und in Flaschen abfüllen. Wenn sauber gearbeitet wurde, ist der Sirup meist auch ein Jahr später noch gut. Freunde haben mir allerdings auch von komplett verschimmelten Ansätzen erzählt, die trotz sauberem Arbeiten wohl entstanden sind. Ist mir bei Holunderblütensirup zum Glück noch nie passiert *puh*.

So, der Sommer kann kommen, mein Getränk steht fest 🙂