Wenn der Holunder blüht…

holunderblütensirup

Ohje, jetzt hab ich aber lange nicht geschrieben. Kam daher, dass das 2 weitere Brote (Peter Juniors) und 3 weitere Crumbles nicht wirklich interessant waren. Aber jetzt war ich wieder fleißig und habe einige Stunden in der Küche verbracht:

Immer wenn ich im Frühling durch München radel und durch die Parks fahre (und ich komme auf dem Weg zur Arbeit durch einige Parks!), rieche ich überall die Holunderblüten. Dann bekomme ich immer gleich Lust zu pflücken und irgendwas damit zu machen. Hab zwar noch genug Likör daheim, aber meine Sirupvorräte könnten mal wieder aufgestockt werden, v.a. da auf unserem Balkon Minze wächst und ich schon ganz doll Lust auf Hugo habe 🙂
Letztes Wochenende war es dann endlich soweit: wir waren pflücken. Und da ich so nen großen Freund habe, der die hochhängenden Äste mit den dicksten Blüten nach unten ziehen kann, waren wir auch in 10 Minuten fertig und hatten die 30 Blüten, die man für 3-4 Liter Sirup braucht.

Holunderblütensirup

2l Wasser
4kg Zucker (ja, wirklich!)
30 Holunderblüten
50g Zitronensäure (gibt’s in der Apotheke)
3 Zitronen

Die dicksten Stängel von den Holunderblüten abschneiden, evtl. kleine Fliegen/Raupen/Käfer abschütteln und in einen großen Eimer (min. 5l) geben. Wasser mit dem Zucker aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Zitronen pressen und mit komplettem Fruchtfleisch (und Kernen, wird ja später gesiebt) sowie der Zitronensäure in den Topf dazugeben. Zuckerwasser leicht abkühlen lassen (hab Angst dass mein Eimer sonst schmilzt) und dann über die Blüten schütten. Nach 3-5 Tagen möglichst gut absieben (Mullwindel wäre am besten, da bei mir immer noch winzig kleine Fliegen im Sirup sind) und in Flaschen abfüllen. Wenn sauber gearbeitet wurde, ist der Sirup meist auch ein Jahr später noch gut. Freunde haben mir allerdings auch von komplett verschimmelten Ansätzen erzählt, die trotz sauberem Arbeiten wohl entstanden sind. Ist mir bei Holunderblütensirup zum Glück noch nie passiert *puh*.

So, der Sommer kann kommen, mein Getränk steht fest 🙂

deftiger Hefezopf im Biergarten

Hefezopf mal anders

Wenn man sich schon nachmittags in den Biergarten setzt, um einen Geburtstag zu feiern und abends das Fußballspiel zu sehen, braucht man was ordentliches zu essen! Deswegen hab ich mich gegen was Süßes und für einen deftigen Hefezopf entschieden:

deftiger Hefezopf
(nach einem Rezept aus chefkoch.de)

1/2 Würfel Hefe
375g Mehl
190ml Milch
75g Margarine
1 Eiweiß
1 Prise Salz

125g Schinkenwürfel
100g geriebener Käse
1 Zwiebel
1 Becher Schmand
Salz, Pfeffer

1 Eigelb zum Bestreichen

Milch erwärmen, Margarine darin auflösen. Hefe in eine Schüssel zerbrösel und Milch-Butter-Gemisch darüber geben (darf nicht mehr über 40° haben, sonst geht die Hefe kaputt). Mehl und Eiweiß dazugeben und gescheit verkneten. Etwa 30min abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
In der Zwischenzeit Schinken anbraten, Zwiebeln würfeln und ebenfalls anbraten. Mit Schmand und Käse verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den gegangenen Hefeteig dritteln und jeden Teil länglich ausrollen. Mit einem Drittel der Füllung bestreichen und einrollen. Die drei Stränge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, einen Zopf flechten und mit Eigelb bestreichen. Bei 200° (Ober-/Unterhitze) ca. 45 min backen.

Wie gedacht, hat der Zopf super mit dem Bier harmoniert und war recht schnell verputzt. Zwei wären im Laufe des Abends schon auch weggekommen 😉
Fazit: Wird bestimmt zur EM-Zeit wieder gebacken 🙂

Reste-Ravioli

Ziemlich spontan kam am Donnerstag eine Freundin zum Ravioli machen. War aber Feiertag, also mussten wir nehmen was da war und in die Ravioli packen. Aber die Reste-Essen sind ja oft die Leckersten, und so war es auch diesmal.

Nudelteig
(für 3-4 Personen)

400g Mehl
4 Eier
4 TL Öl
4 Prisen Salz

Alles zu einem Teig verrühren und ca. 30 min ruhen lassen. Dann nach und nach durch die Nudelmaschine drehen und kochen oder weiterverarbeiten.

Die Reste, die ich hatte, konnten wir zu zwei Füllungen verarbeiten:
– Walnuss-Champignon-Schmand-Zwiebel-Knoblauch
– Schinken-Käse-Ajvar-Tomate-Zwiebel-Knoblauch
Die Tomatenfüllung haben wir gekocht, dass sie möglichst wenig Flüssigkeit enthält und auf den Nudelplatten nicht zerfließt, die Walnussfüllung war fest genug.

Ravioli - Vorbereitung

Mit dem Raviolibrett wurden die Nudeln richtig hübsch, allerdings dauert es so auch ganz schön lange, eine größere Menge herzustellen. Schneller ging es dann, als wir nur noch Häufchen der Füllung auf den Teig gegeben haben, kurz angedrückt und ausgerädelt. Sind dann halt nicht ganz so hübsch aber genauso lecker!

Die erste Portion war fertig und wurde mit in Olivenöl angebratenen Zwiebeln vermischt, die zweite Portion haben wir dann mit meinem trockenen roten Pesto (auch leicht in Olivenöl angeschwitzt) gegessen. Beides superlecker!!

Ravioli - fertig

Neuer Mitbewohner: Peter

Ja, wir haben einen neuen Mitbewohner: Peter Sauerteig. Da in den Sauerteig-Anleitungen ständig vom Teig gesprochen wird als sei er ein Lebewesen, hab ich ihn Peter genannt. Peter wohnt jetzt bei uns im Bad, da es dort geschätzte 30° hat, was Peter ganz toll findet.
Gestern Abend um 22 Uhr wurde er geboren und wog bereits 200g (halb Roggenmehl, halb lauwarmes Wasser). Und so sah Peter gestern aus:
Sauerteig Tag 1

Nach 12h wollte er einmal gerührt werden, nach weiteren 12h hatte er Hunger. Er ist recht genügsam und brauchte gerade mal 50g Mehl und 50g Wasser. Irgendwie scheint ihm das Klima gut zu tun, denn er fing schon an zu blubbern, was sonst (denke bei niedrigeren Temperaturen als in unserem Sauna-Bad) erst einen Tag später passiert. Und er fängt schon an zu stinken, die Verhefung scheint also bereits zu starten:

Sauerteig Tag 2

Tag 3, Peter blubbert weiter und stinkt recht ordentlich:
Sauerteig Tag 3
Wieder wird gefüttert, diesmal 100g Mehl und 100m Wasser.

Tag 4, das gleiche Spiel. Allerdings stinkts jetzt nicht mehr ganz so stark und der Geruch von frischem Roggenbrot lässt sich schon erahnen. Peter blubbert weiter vor sich hin:
Sauerteig Tag 4
Sehr spannend ist das nicht, aber ich bin ja froh, dass er sich nicht irgendwie färbt und ich von Neuem starten muss! Auch heute wieder: Füttern mit 100g Mehl und 100ml Wasser.

Nach weiteren 24h gehen ist Peter soweit: Es kann gebacken werden!!!
Einen Teil (bei mir 100g) gebe ich in ein fest verschraubbares Glas, das ich bis zum nächsten Backen in den Kühlschrank stelle. Der Rest wird folgendermaßen weiterverarbeitet:

Roggenmischbrot

600g Sauerteig
250g Roggenmehl
200g Dinkelmehl
150ml lauwarmes Wasser
18g Salz
1/2 TL gemahlener Kümmel
1/2 TL gemahlener Koriander
(10g Hefe, nur beim 1. und 2. Mal, dann reicht der Sauerteig als Triebmittel aus)

Sauerteig Tag 5

Alles zusammen verrühren, wenns arg klebt noch ein bisschen Mehl dazugeben (der Teig klebt angeblich immer wie blöd, also nicht verunsichern lassen) und ca. 30 min in der Schüssel ruhen lassen. Dann auf ein bemehltes Brett geben und „wirken“. So nennt man das spezielle Formen des Teiges, dass er beim Backen später möglichst wenig verläuft. Am besten mal bei youtube anschauen, wie man das machen sollte. Danach wird der Teig zum Gehen in ein Gärkörbchen gelegt, wer wie ich keins hat kann auch eine mit einem Küchenhandtuch ausgelegte Schüssel dazu hernehmen. Diese aus einem ordentlichen Gemisch aus Mehl und Stärke bestreuen (50:50), dann bleibt der pappige Teig nicht daran kleben. Dann muss er wieder gehen bis er gescheit groß geworden ist. In unserem Sauna-Bad war das schon nach 2h der Fall, kann aber auch bis zu 5h dauern!

Roggenbrot vor und nach dem Gehen

Den Ofen schonmal auf 250° (wenns geht noch höher) vorheizen. Dann den Teig vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, 2x einschneiden und schnell in den Ofen.

Roggenbrot vor dem Backen

Mit einer Blumenspritze ein paar Mal Wasser in den Ofen sprühen, dass drinnen eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht (ist glaub ich um die Kruste knusprig zu machen). Ich hab sicherheitshalber mal noch die Kuchenform um den Laib getan, da ich Angst hatte, dass das Brot sonst zu sehr verlaufen könnte (wäre nicht nötig gewesen, wie ich später gesehen habe). Nach 15min runterschalten auf 200°, nach weiteren 15min auf 180°, dann 40min fertigbacken.

Auf einen Rost geben, mit Wasser einsprühen (dann glänzt das Brot später) und mit einem Handtuch abdecken. Min. 12h ruhen lassen, besser 24h.

fertiges Roggenbrot

Ist es nicht schön geworden, mein erstes Sauerteig-Roggenbrot? Morgen Abend wird es dann angeschnitten, bin schon ganz gespannt ob es auch so gut schmeckt wie es aussieht!!!

Und Peter? Der wohnt jetzt im Kühlschrank und wartet auf die nächste Fütterung…

Nachtrag:
Erste Geschmacksprobe: LECKER! Glaub ich muss bald wieder backen 😉

Rhabarber im Glas

Rhabarbercrumble

Frühling – das schreit förmlich nach Rezepten mit Erdbeeren, Spargel und Rhabarber! Dieses Mal musste der Rhabarber mit nach Hause, ein ganzes Kilo! Schnell war klar: Ein Rhabarber-Crumble gehört mal wieder her:

Rhabarbercrumble

1/2 kg Rhabarber
6 TL Vanillezucker
100g Butter/Margarine
100g Zucker
ca. 120g Mehl
1 Prise Zimt
6 kleine Gläser (ca. 200ml)

Rhabarber klein schneiden und in kleine Gläser (ja, typisch für mich, ich weiß *g*) oder eine Auflaufform füllen. Dann in jedes Glas einen Teelöffel (selbstgemachten) Vanillezucker geben, sonst wirds zu sauer. Schließlich macht man ein paar Streusel aus geschmolzener Butter, der gleichen Menge Zucker, etwas Zimt und so viel Mehl, dass die Menge krümelig wird. Streusel auf dem Rhabarber verteilen und bei 200° ca. 30 min backen.

Ich habe bei den Gläsern, die nicht gleich verputzt wurden, gleich nach dem Backen den Deckel darauf gemacht, dass sie Luft ziehen und somit länger haltbar sind (hoffe ich zumindest).

Rhabarberkompott

Aber dann war ja noch einiges an Rhabarber übrig! Daraus habe ich mit ein bisschen Zucker Kompott gekocht und diesen in die nächsten 4 Gläser gefüllt (hab davon ne Menge!). Dann kam mal wieder was, was ich schon seit ner Weile mal testen wollte: Zaubergrieß!

Zaubergrieß
(an Rhabarbermenge angepasst)

125ml Milch
1 EL Grieß
1 EL Zucker (oder so süß wie man es eben mag)
1/8 TL Backpulver
1 TL Vanillesirup (wenn man welchen hat)

Milch aufkochen, Grieß einrühren, quellen lassen. Mit Zucker und Vanillesirup süßen. Dann den Topf in ein kaltes Wasserbad (z.B. im Spülbecken) stellen, Backpulver einrühren und mit dem Mixer mit Schneebesen-Aufsatz ca. 5 min rühren. Achtung: Die Masse verdreifacht sich dabei in etwa, das sollte man bei der Topfwahl bedenken 😉 Dann die Masse auf das Rhabarberkompott geben.

Allerdings war ich zu faul, beim Dosieren des Backpulvers einen Teelöffel herzunehmen und habe einfach aus dem Tütchen geschüttet. Frei nach dem Motto „viel hilft viel“ habe ich wohl etwas zu viel genommen und man hat es am Ende ganz schön rausgeschmeckt (finde ich). Tja, was kommt dabei eigentlich heraus? Eine Grießmasse, die von der Konsistenz an Eischnee erinnert, aber schmeckt wie Grießbrei.
Glaube allerdings, ich werde das mit dem Aufschäumen nochmal mit Pudding probieren, aber den Grießbrei lieber wieder „normal“ verputzen, denn so überzeugt hat uns das Ganze nicht 😉

Groß, größer am größten

Großes in unserer Wohnung

Grooooßes Paket angekommen; Der arme Nachbar, der das bei sich aufbewahrt hat bis ich vorbeigekommen bin (und nein Herr Nachbar, das Paket ist nicht von Zalando *AAAAAAAAAHHHHHHHHHHHH*!!!). Das Paket ist von Gläser und Flasche und bringt für drei Frühlings-wichtel die Verpackungsmaterialien 🙂 Jetzt kanns also losgehen!

Noch größer, die Tomatenaufzucht. Erst wachsen alle Pflanzen, dann fallen alle wieder wie erschlagen um, dann wächst gar nix mehr (trotz mehrmaligem Nachsähen) und dann geht’s plötzlich los? Hallo, wo soll ich denn mit über 50 Tomatenpflänzchen hin? Ich hab doch nur 4 Blumenkästen, und die sind zum Teil schon andersweitig vergeben… Glaube eh, dass es jetzt viel zu spät ist, die hätten vor 3 Monaten schon so groß sein müssen wie sie jetzt sind! Aber versuchen kann man’s ja!

Am größten? Ne, wahrscheinlich nicht, aber auf jeden Fall schon sehr gewachsen: Meine Likör- und Sirupsammlung. Hab alles in kleinere Flaschen abgefüllt, dass es nicht so viel Platz wegnimmt und auf die Mini-Fensterbank passt. Jetzt muss ich erst mal wieder ein paar Flaschen leeren, bevor ich neue Liköre ansetzen kann. Wer opfert sich freiwillig? 😉

Fisch-Freitag

Tunfischsteaks

Erinnert mich an früher… Fisch am Freitag. Aber das Tunfischsteak (ja, das schreibt man nach der Rechtschreibreform wirklich so!) hat mich so angelacht, da musste ich zugreifen! Daheim hab ich die Steaks schnell mariniert (viel Zeit war halt leider nicht), dann den Salat dazu gemacht und gleich darauf die Steaks herausgebraten.

Tunfischsteaks

2 Tunfischsteaks (à ca. 200g)
1 EL Sojasoße
1/2 EL Balsamico
1 EL Orangenöl (anderes tuts auch)
1 Zehe Knoblauch
Salz, Pfeffer, Chiliflocken

Steaks mit den Flüssigkeiten begießen, mit Pfeffer, Chili und zerkleinertem Knoblauch mischen. Ca. 1h ziehen lassen (bei mir mussten 30 min reichen). Dann in einer sehr heißen Pfanne kurz anbraten (bei mir waren die 2 min/Seite schon zu viel). Dann salzen und mit Beilagen schnell verputzen.

Dazu gab es einen schnellen Feldsalat mit Orangenspalten, dem anfallenden Orangensaft, Orangenöl, Balsamico und gerösteten Sonnenblumen- und Kürbiskernen. Sehr lecker war das Ganze!!

Riesenmenge Obatzda

Obatzda

Biergartenzeit… die knapp 30° in München sind ja sonst kaum auszuhalten 😉
Da man in Bayern sein Essen selbst mit in den Biergarten bringen darf, haben wir uns darauf entsprechend vorbereitet: Eine Kollegin hat 1,5kg Wurstsalat gemacht, und ich war für den Obatzda zuständig. Für 8 Leute muss man da schon ein bisschen mehr machen:

Obatzda
(ca. 1 kg)

3 große Camembert (200g)
300g Frischkäse
2 mittelgroße Zwiebeln
3 EL Paprikapulver
1 EL Kümmel
Salz, Pfeffer, Zucker

Camembert gut zerkleinern. Mit Gabel recht anstrengend, bei kleineren Mengen hilft eine Knoblauchpresse, bei größeren Mengen ein Standmixer. Zwiebeln würfeln oder mit in den Mixer werfen. Mit dem Rest vermischen und kräftig abschmecken.

Einen Teil davon musste ich für meinen Freund abzwacken, aber ein Großteil wird nachher mit dem Wurstsalat den Weg in unsere Mägen finden… Hmmmmm lecker!!

Ob man das jetzt Obatzda nennen darf, obwohl weder Butter noch Romadur drin sind? Hehe, ist mir egal, Hauptsache es schmeckt 😀

Mein erstes Rotkraut

Rotkohl vorher

Ja, so heißt das bei uns: Rotkraut! Nene, nicht Blaukraut, Rotkraut! 🙂
Und ich hab am Wochenende das erste dieser Sorte selber gemacht. Hatte das schon lange mal vor und freue mich, dass ich es nun endlich mal in Angriff genommen habe. Rezept war schnell eins gefunden, aber 2h kochen?? Zum Glück hab ich kurz vorher noch mit meiner Mama telefoniert und den entscheidenden Tipp bekommen: „Nimm den Schnellkochtopf!“ Hab ich natürlich gemacht, und hier mein Rezept dazu:

Rotkraut aus dem Schnellkochtopf
(für min. 6 Personen)

1 Rotkohl (meiner hatte 1,5kg)
250ml Balsamico
125ml Wasser
150g Zucker (ist schon reduziert!)
2 Lorbeerblätter
3 Nelken
2 Zwiebeln
2 Äpfel
1/2 EL Salz
Pfeffer, Muskat
etwas Butterschmalz (kann man evtl. auch weglassen)

Rotkohl vierteln, Strunk entfernen und fein schneiden (oder hobeln). Zwiebel und geschälten Apfel ebenfalls sehr fein schneiden. Alle Zutaten zusammen in einen großen Schnellkochtopf geben und eine halbe Stunde kochen. Danach mit Zucker und Salz abschmecken. Schmeckt aufgewärmt am besten 🙂

Da ich die Nelken und Lorbeerblätter nach dem Kochen bestimmt nicht mehr wiedergefunden hätte, habe ich sie in einen Teefilter gegeben und diesen mit einem Bindfaden zugeknotet. Tee-Ei wäre auch möglich gewesen, hab ich aber nicht.
Hab mir auch sagen lassen, dass man zum Abbinden eine rohe geriebene Kartoffel mitkochen kann. Hab ich dann irgendwie vergessen, ging aber auch so 🙂
Tja, was soll ich sagen… Ist echt lecker geworden! Aber da wir nur 2 und nicht 6 Esser sind, war es doch eine arg große Portion, an der wir 3x gut satt geworden sind!

Rotkohl nachher

Waldmeister gefunden!

Waldmeister

Letztes Jahr beim Wandern hab ich zum ersten Mal Waldmeister gefunden. Nachdem ich mir die Pflanze schon einige Male bei Wikipedia angeschaut hatte, wusste ich grob, wie Waldmeister aussieht. Aber erst als mein abgerupftes Pflänzchen dann gewelkt war (und sich so der typische Geruch entwickelt hat), war klar, dass ich das richtige gepflückt hatte. Eine Freundin war ganz baff, dass es Waldmeister wirklich als Pflanze gibt, da sie bisher dachte, das sei ein künstlicher Geschmacksstoff 🙂

Tja, und am Wochenende war ich jetzt im Park, eigentlich zum Bärlauch sammeln. Dazu war es dann allerdings doch schon etwas zu spät (OK, hätte mir klar sein sollen, dass es im Mai zu spät ist, aber ich hatte halt noch Hoffnung!), aber dafür hab ich größere Mengen Waldmeister gefunden und mitgenommen.

Daheim musste ich dann erstmal nach Rezepten suchen, aber da fand sich schnell was:

Waldmeistersirup

500g Zucker
1l Wasser
25g Zitronensäure (aus der Apotheke)
40-50 Waldmeister

Waldmeister waschen und min. 3h welken lassen. Wasser und Zucker eine Stunde köcheln lassen, dann Zitronensäure und Waldmeister dazu geben und das Ganze 3 Tage in den Kühlschrank stellen. Danach Waldmeister absieben. Passt zu Mineralwasser oder Sekt.

Schon an ersten Tag nach dem Abkühlen konnte man den typischen Waldmeister-Wackelpudding-Geschmack erkennen. Jetzt nach 2 Tagen ist es noch intensiver geworden, und morgen nach dem Absieben werde ich den Sirup dann mal in Mineralwasser rühren und richtig testen. Bin schon gespannt 🙂

Waldmeisterlikör

30 Stängel Waldmeister
1 Flasche Klaren
200g Zucker
300ml Wasser
1/2 EL Zitronensäure (aus der Apotheke)

Waldmeister wieder ca. 3h welken lassen. (OK, es hat anders im Rezept gestanden, aber) Ich habe dann infach alle Zutaten zusammen in ein großes Schraubglas gegeben, wo es jetzt für 4-5 Wochen ziehen darf. Dann den Waldmeister absieben und den Likör nochmal ca. 1 Monat stehen lassen.

Tja, noch kann ich nicht viel dazu sagen, hab ihn noch nicht getestet… Werde berichten, wenn es soweit ist!

PS: Zitronensäure bekommt man recht günstig in der Apotheke als 1kg-Pack (evtl. mit Anderen teilen). Ich habe sie schon für einige Sirups/Liköre gebraucht und auch schon damit geputzt 😉